Was ist eine Tragschicht, was ist der Unterbau?
Im Terrassen- und Wegebau bezeichnet man als Tragschicht die unterste Lage des Oberbaus, also die Schicht zwischen dem Planum und dem Plattenbelag. Sie muss eben, tragfähig und frostsicher sein. Die Lasten aus dem Belag nimmt sie auf und verteilt sie so, dass der Untergrund sie tragen kann.
Fachlich ist der Unterbau eine andere Schicht: der aufgeschüttete Erdkörper unterhalb des Planums. Darunter folgt der gewachsene Untergrund. Umgangssprachlich wird jedoch der gesamte Aufbau unter dem Plattenbelag als Unterbau bezeichnet. In diesem weiteren Sinn ist der Begriff in den WARCO-Texten gemeint.
WARCO unterscheidet drei Gruppen von Tragschichten.
Ungebundene Tragschichten bestehen aus Sand, Kies, Splitt oder Schotter. Sie werden lose geschüttet und verdichtet. Durch das Verdichten erhöht sich die Tragfähigkeit, ohne dass das Schüttgut gebunden wird.
Gitterförmige Tragschichten bestehen aus Kiesgittern, auch Rasengitter oder Kunststoff-Wabengitter genannt. Ihre Kammern werden mit Splitt verfüllt. Eine weitere Variante sind Metallgitterroste, wie sie etwa auf Balkonen zu finden sind.
Gebundene Tragschichten bilden eine feste, im Verbund tragende Auflage. Dazu zählen hydraulisch gebundene Tragschichten wie Beton, bitumengebundene wie Asphalt, Bestandsbeläge wie Betonpflaster, Fliesen, Natursteinplatten, Estrich oder Parkett und Abdichtungen wie eine Dachbahn. Im Regelwerk des Straßenbaus gelten davon jedoch nur Beton und Asphalt als Tragschicht, nicht die Bestandsbeläge und Abdichtungen.
Aus Sicht von WARCO zählen alle drei Gruppen als Tragschicht, denn jede von ihnen trägt die Gummiplatten.