Wie werden Kiesgitter als Tragschicht eingebaut?
Kiesgitter werden je nach Untergrund auf eine von drei Arten eingebaut: direkt auf dem anstehenden Boden, in einem Splittbett auf dem Planum oder auf einer Schottertragschicht. In allen drei Fällen werden die Waben anschließend randvoll mit gebrochenem, kantigem Splitt verfüllt und bündig mit der Oberkante abgezogen.
Bei tragfähigem Boden und geringer Belastung genügt die erste Einbauvariante. Der Oberboden wird abgetragen und das Planum sorgfältig hergestellt. Die Gitter werden unmittelbar auf dem Planum ausgelegt, ihre 4 cm langen Erdspieße stechen dabei in den Boden ein.
Sollen Unebenheiten ausgeglichen werden, wird auf dem Planum eine dünne Splittschicht von etwa 2 bis 5 cm eingebaut. Die Gitter werden in diese Schicht gesetzt, die Erdspieße reichen durch den Splitt hindurch bis in den Boden.
Ist der Untergrund wenig tragfähig, soll der Aufbau frostsicher sein oder ist eine hohe Belastung vorgesehen, wird zuerst eine Schottertragschicht lagenweise eingebaut und verdichtet. In den verdichteten Schotter können die Erdspieße nicht einstechen. Auf die Tragschicht kommt deshalb eine mindestens 6 cm dicke Splittschicht, damit die Spieße vollständig eintauchen und die Gitter satt aufliegen.