Wie verlege ich Fallschutzmatten auf Sand, Kies oder Splitt?
Fallschutzmatten sollten nicht direkt auf Sand, Kies oder Splitt verlegt werden. Denn in loser Schüttung sind diese Schüttgüter ohne seitlichen Halt nicht lagestabil genug. Die Verwendung von Kiesgittern löst dieses Problem. Diese Gitter, die auch als Rasengitter oder Kunststoff-Wabengitter bezeichnet werden, unterteilen die Fläche in zahlreiche kleine Kammern. Der eingefüllte Splitt kann darin weder seitlich abdriften noch bei starkem Regen ausgespült werden, und die Fallschutzmatten liegen dauerhaft eben.
Ohne diese Kammern bleiben Sand, Kies und Splitt hingegen beweglich. Unter den Fallschutzplatten weicht das Korn unter Last zur Seite aus, und eindringendes Wasser spült Feinanteile aus und schwemmt loses Korn weg. Es entstehen Hohllagen, und weil eine elastische Fallschutzplatte der Mulde darunter folgt, sinkt sie in der Mitte ab und wölbt sich an den Rändern auf. Dieses Schadensbild heißt Schüsselbildung.
Eine vorhandene Kies- oder Splittschüttung ist kein tragfähiges Planum. Gebrochenes, kantiges Korn kann profilgerecht abgezogen und verdichtet werden, gerundetes Korn muss abgetragen werden. Sand muss bis auf den tragfähigen Untergrund abgetragen werden, was bei einer alten Fallschutzsandfläche mehrere Spatenstiche tief reichen kann. Der Aushub wird anschließend lagenweise mit verdichtetem Schotter auf Planumshöhe aufgefüllt.
Die Wabengitter werden auf dem Planum oder in einer Splittschicht verlegt. Da sie auf der Unterseite 4 cm lange Erdspieße tragen, muss eine solche Splittschicht mindestens 6 cm dick sein, damit die Spieße vollständig eintauchen und die Gitter satt aufliegen. Verfüllt wird mit gebrochenem, kantigem Korn, das sich in den Waben verzahnt, denn gerundetes Korn bleibt beweglich. Die Verfüllung wird eingekehrt, abgerüttelt, nachgefüllt und bündig mit der Oberkante der Gitter abgezogen. So liegen die Fallschutzmatten überall gleich auf und nicht nur auf den Stegen.
Darauf werden die Fallschutzmatten gemäß der Verlegeanleitung verlegt. Ob eine Randeinfassung nötig ist, hängt von der Baureihe ab. Es gibt auch Baureihen, die ausdrücklich zur Verlegung auf einer dünnen Splittschicht freigegeben sind. Beides steht bei jedem Produkt auf der WARCO-Website.