Wie warm wird ein Bodenbelag aus Gummigranulat in der Sonne?
Eine allgemeingültige Oberflächentemperatur lässt sich nicht nennen. Maßgeblich sind Farbton, Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung, Lufttemperatur, Wind und Verschattung. Veröffentlichte Feldmessungen ergaben auf schwarzen Gummibelägen bei voller Sommersonne 60 bis 80 °C. Auf jede Fläche und Wetterlage übertragen lassen sich solche Werte nicht. Im Schatten kühlt die Oberfläche ab und nähert sich mit der Zeit der Lufttemperatur an.
Besonders stark wirkt sich der Farbton aus. Dunkle Oberflächen absorbieren viel Sonnenstrahlung, helle und melierte Farbtöne reflektieren mehr davon und erwärmen sich bei gleicher Einstrahlung meist weniger. Bei barfuß genutzten Terrassenplatten, Gummiplatten an Poolrändern und Fallschutzplatten auf Spielflächen sollten Farbwahl und Verschattung deshalb früh in die Planung einfließen.
Zu Beginn der Besonnung erwärmt sich vor allem die oberflächennahe Schicht. Bei anhaltender Einstrahlung dringt die Wärme allmählich tiefer in die Gummiplatte ein. Wie heiß sich die Oberfläche anfühlt, hängt außerdem von der Kontaktdauer ab. Stark aufgeheizte Terrassenplatten und Fallschutzplatten sollten vor dem Barfußgehen abkühlen, besonders dort, wo Kinder oder Hunde spielen. Ein kurzer Handkontakt zeigt, ob die Fläche wieder abgekühlt ist.
Verschattung begrenzt die weitere Wärmeaufnahme. Sobald ein Sonnensegel, eine Markise oder ein Baum die Fläche beschattet, beginnt die Oberfläche abzukühlen. Wie schnell das geschieht, hängt von Wind, Lufttemperatur und der vorherigen Erwärmung ab. Nach längerer Besonnung geben Gummiplatten auch nach Sonnenuntergang noch Wärme ab. Kostenfreie Farbmuster lassen sich am vorgesehenen Standort nebeneinander auslegen und unter gleichen Bedingungen vergleichen.