Warum werden Fallschutzmatten besser auf Rasengittern als auf Splitt verlegt?
Auf Kiesgittern liegen Fallschutzmatten und Terrassenplatten aus Gummigranulat besser, da die Gitter die Splittlage stabilisieren. In den einzelnen Waben ist das Korn gekammert und kann somit weder unter Last zur Seite wandern noch bei starkem Regen ausgespült werden. Die Plattenfläche liegt daher über Jahre hinweg stabil und sicher.
In einer losen Splittschüttung sind alle Körner dagegen ungefähr gleich groß. Es fehlt das feine Korn, das die Zwischenräume füllt. Deshalb bleibt die Schüttung auch nach dem Verdichten beweglich. Bei einer starren Betonplatte spielt dies keine Rolle. Eine elastische Fallschutzmatte oder Terrassenplatte aus Gummigranulat verteilt die Last jedoch nicht gleichmäßig auf dem Untergrund. Daher kann der Splitt im Lauf der Zeit zu den Plattenrändern gedrückt werden. Die elastische Gummiplatte verliert in der Mitte ihre Auflage und sinkt dort ab. Unter den Plattenrändern sammelt sich der aus der Mitte weggedrückte Splitt an. Die Ränder stehen hoch. Dieses Schadensbild wird als Schüsselbildung bezeichnet.
Kiesgitter, im Handel auch Rasengitter oder Kunststoff-Wabengitter genannt, machen aus einer losen Splittschüttung eine lagestabile Tragschicht. Die Waben werden genau bis zur Oberkante mit Splitt gefüllt. Das eingefasste Korn bleibt auch unter Last und bei Regen an Ort und Stelle. Die gefüllten Gitter tragen bis zu 400 t/m². Die gesamte Fläche bleibt wasserdurchlässig. Bei versickerungsfähigem Untergrund sind ein Gefälle und eine Entwässerung deshalb meist entbehrlich.
Auch der geringe Aufwand spricht für die Gitter. Bei tragfähigem Boden und geringer Belastung genügt es, den Oberboden abzutragen und die Gitter auf einer dünnen, ausgleichenden Splittschicht zu verlegen. Der Aushub fällt geringer aus als bei einem herkömmlichen Aufbau. Eine Schottertragschicht ist erst nötig, wenn der Untergrund wenig tragfähig ist, der Aufbau frostsicher sein soll oder die Fläche höhere Lasten tragen muss.