Worauf muss ich bei der Auswahl eines Eventbodens achten?
Welche Anforderungen an einen Eventboden im Vordergrund stehen, richtet sich nach dem Veranstaltungsort und dem Ablauf. Zuerst sollte geklärt werden, ob die Veranstaltung in einer Versammlungsstätte, in einem Zelt oder im Freien stattfindet. Entscheidend ist außerdem, ob die Eventfläche für stehendes Publikum, zum Tanzen, für Catering oder für Bühnen und Traversen genutzt wird.
Die Vorgaben zum Brandverhalten ergeben sich aus den Genehmigungen und Auflagen für die jeweilige Veranstaltung. In Versammlungsstätten müssen Bodenbeläge in Fluren und Foyers, die als Rettungsweg dienen, mindestens schwerentflammbar sein, in Treppenräumen des Rettungswegs sogar nichtbrennbar. Für die eigentliche Veranstaltungsfläche gilt das nur, wenn die Auflagen es verlangen. Bei Zelten steht die Anforderung an den Zeltboden in der Ausführungsgenehmigung, bei Messen in den Technischen Richtlinien des Veranstalters.
Bei Nässe muss der Eventboden ausreichend rutschhemmend bleiben. Regen und verschüttete Getränke gehören zum Veranstaltungsalltag, deshalb sollte das Wasser durch die Bodenplatten nach unten wegsickern können, statt auf der Eventfläche zu stehen. Ebenso wichtig ist, dass der Eventboden stabil liegt und im Lauf der Veranstaltung nicht ganz oder teilweise verrutscht. An Rändern und Zugängen müssen die Anschlüsse ohne Stolperstellen ausgeführt sein, ohne die vorgeschriebene Breite der Rettungswege einzuengen.
Neben dem Publikum belasten auch Möbel und Bühnenaufbauten die Veranstaltungsfläche. Stehtische, Stühle und Bartheken geben ihre Last über kleine Kontaktflächen ab, und wie die Eventplatten damit umgehen, zeigen die Angaben zur Druckfestigkeit in den technischen Daten. Füße von Bühnen, Podesten und Traversen brauchen Lastverteilplatten und einen Untergrund, der diese Last aufnehmen kann, denn ein elastischer Eventboden ersetzt kein tragendes Fundament. Für Standpersonal und Gäste zählt außerdem der Gehkomfort über viele Stunden: ein trittelastischer Veranstaltungsboden federt beim Gehen leicht nach und erleichtert langes Stehen.
Nach der Veranstaltung soll die Eventfläche wieder in dem Zustand übergeben werden, in dem sie übernommen wurde. Ein lose verlegter Eventboden lässt sich ohne Kleberreste und ohne Verschraubung im Untergrund wieder aufnehmen. Wie gut der Untergrund darunter geschützt bleibt, hängt von seiner Beschaffenheit ab: auf Pflaster und Hallenböden ist das meist unkritisch, auf Rasen bleibt die Standzeit begrenzt, weil dem Bewuchs Licht fehlt.